Geistwesen – unendliche Möglichkeiten

Geistwesen

Ich stelle mir vor, wie es wäre, wenn ich ein reines Geistwesen wäre!

Kein Körper müsste ich mehr mit mir rumtragen, ich wäre leicht und könnte überall innnerhalb eines Augenblickes sein!

Jeder Wunsch, der mir in den Sinn kommt, wird unmittelbar wahr! Jeder Gedanke, den ich denke, wird unmittelbar erfahren, weil keine träge Materie mehr dazwischen liegt!

Ich hätte alle Möglichkeiten, alles zu sein und alles zu erfahren, was ich zu denken imstande wäre!

Oh, dann würde ich aber sehr schnell lernen, auf meine Gedanken zu achten! Denn es gibt Gedanken, die möchte ich gar nicht erfahren!

Gut, dass ich noch hier bin und Zeit zu üben habe. Denn hier liegt zwischen Gedanke und Schöpfung noch Wort und Tat.

Thomas Stan Hemken

Burnout – Jetzt kann ich nicht mehr und das ist auch gut so

Burnout – es ist vorbei.

So fühlt es sich für die Betroffenen erst einmal an. Dinge, die man vorher gut konnte, die selbstverständlich waren, die sind jetzt vorbei, sie gelingen nicht mehr oder nicht mehr so einfach. Das ganze Leben ist nun doppelt so anstrengend und das, obwohl man doch sowieso schon nur noch die halbe Kraft hat – wenn man die noch hat.

Der schwierigste Prozess ist nun, erst einmal anzuerkennen, was man alles nicht mehr kann. Depressionen sind nun leider ein häufiger Begleiter, gepaart mit Angst. Verständlich in dieser gefährlichen Welt. Ok, der Tiger hockt nun nicht mehr in Lauerstellung vor einem, bereit dazu, den schwachen zu fressen, der zwangsläufig das erste Opfer in freier Wildbahn war. Aber dieser Gedanke liegt immer noch tief in uns oder?

Aber auch unsere Gesellschaft spricht gern vom Großstadtdschungel und der Rest der Gesellschaft äußert sich ähnlich über das Leben in der modernen Zeit.

Wer nicht mehr hipp ist, wer nicht „vorn“ ist, der ist nicht mehr dabei. Und dabei sein ist ja bekanntlich alles. Und selbst dieser Spruch – entstanden durch die olympischen Spiele, bezeichnet nur die armseligen Verlierer, denen man noch ein Quäntchen Ehre abgewinnen will. Nein – dabei sein reicht in unserer Gesellschaft nicht. Gewinner sein ist grad gut genug! Grad genug, weil nächstes mal schon ein Anderer gewinnen kann und so gilt es nicht nur, Gewinner zu sein, sondern seine Position auch zu halten. Verteidigen – kämpfen.

Es geht um Angst!

Angst war schon immer ein miserabler Berater für den Einzelnen aber ein wunderbarer Führer der Massen.

Alle haben die Angst genutzt und viele Anführer benutzen sie noch heute. In der Religion, in der Politik und auch die Industrie nutzt diese Angst.

Wenn Du nicht dieses oder jenes Produkt hast, bist Du nicht „In“. Wenn Du nicht „In“ bist, bist Du nicht dabei. Wenn Du nicht dabei bist, bist Du allein!

Sie verkaufen es als Verlockung aber das wahre Werkzeug ist Angst.

Habe ich Appetit, so esse ich, bis der Appetit verschwunden ist. Schafft es jedoch einer, mich davon zu überzeugen, dass morgen eine Hungersnot ausbricht, esse ich wahrscheinlich zu viel. Aus Angst.

Wir „konsumieren“ was wir kriegen können… Wirtschaftskrise, Umweltprobleme – morgen könnte es schließlich vorbei sein.

Keine Missverständnisse: Ich bin nicht gegen Konsum. Ich bin nicht gegen Pauschalierungen. Ich bin kein Populist. Ich weiß, dass die Welt viel komplexer ist. Es ist ein weiter weg – wie immer. Wenn Du unzufrieden mit deinem Körper bist, dann musst Du wahrscheinlich die selbe Wegstrecke in eine bessere Richtung gehen. Vielleicht auch nicht aber es ist gut, davon auszugehen, dass es dauern könnte, das schützt vor weiteren Enttäuschungen.

Es geht um dich!

Du bist es wert, zu leben! Das ist die Wahrheit. Auch wenn unsere Gesellschaft diese Tatsache manchmal aus den Augen verloren zu haben scheint. Das hat sie aber in Wahrheit nicht. Es ist hart, sehr hart, sich nach außen zu wenden, wenn die innere Welt nicht mehr in Ordnung ist. Man neigt dazu, sich zurückzuziehen – man empfindet es als richtiger. Aber das ist es nicht – nicht ganz. Rückzug tut Dir vielleicht wirklich gut. In manchen Bereichen ist dies auch ratsam. Dennoch solltest Du dich nun vermehrt nach außen wenden. Lerne dazu zu stehen, dass es Dir grad nicht gut geht. Du wirst feststellen, dass es Menschen gibt, die Dir gern helfen. Und Du wirst feststellen, dass es gar nicht wenige gibt, die dich genau verstehen, weil sie ähnliches erlebt haben oder selbst erleben. Die Gemeinschaft macht hier stark. Und auch der Glaube ist ein guter Begleiter. Dein (!) Glaube. Wenn Du dir erlaubst, zu glauben, ist dann Gott jemand, der in irgend einem Buch beschrieben wurde? Gibt es nicht auch eine persönliche, aktive Verbindung zu dem, was Dir Kraft gibt?
Prüfe einmal all die Ängste, nimm Dir dazu ruhig Hilfe. Es ist keine Schande, einen Psychologen zu besuchen. Ganz im Gegenteil. In unserer heutigen, viel zu komplexen Welt ist es mehr als ratsam, die ab und zu zu tun. Du wirst feststellen, dass es zwar deine Ängste sind, dass die Meisten davon aber garnicht von Dir kommen. Das hilft Dir.

Kraft

Es gibt auch viel gutes, was dieser Rückschlag des Lebens Dir bereiten kann. Die Erfahrung deiner Grenzen zeigt Dir auch, was Du dir wirklich wünscht, woraus Du wirklich Kraft schöpfen kannst. Wende dich an Menschen, die Dir helfen können.  Ärzte können das, Heiler können das,  Yoga kann das und Ayurveda kann das. Wähle ruhig alles, was Dir gut tut. Nicht nur das Eine oder das Andere. Du hast nun die Chance, Frieden zu finden mit deiner Wahrnehmung von Dir und deinen wahren Ansprüchen. Du hast nun die Gelegenheit, Dir endlich einmal die Zeit zu nehmen, die nur für Dich ist!

Gib ruhig nach – Aber gib nicht auf!

Probleme

Bei einem Problem geht’s niemals um die Sache,
sondern um die Betrachtungsweise.
Wenn Du lernst, die Betrachtungsweise zu ändern,
änderst Du auch die Sache und damit das Problem.

Thomas Stan Hemken, 22.08.2016

Dies fiel mir gestern so ein. Ich möchte es nicht als absolute Wahrheit darstellen, so wie ich gar nichts als absolute Wahrheit darstellen möchte, was ich sage oder zu erkenne glaube. Aber es inspiriert mich doch ungemein und so möchte ich dies hier gern teilen. Ich selbst war nicht sofort von dieser inneren Erkenntnis freudig überzeugt. Zuerst dachte ich: „Wow, cool“, dann kurz darauf: „mmh, ich weiß nicht“. Gut so! Ich möchte nun gar nicht erst anfangen, die Gebetsmühlen von EGO und Co.KG wieder anzuschmeißen. Ich bin der Meinung: „Ich habe keinen Verstand – ich habe kein Ego – ich habe keine Seele und keinen Körper!!“ – – denn: „Ich bin mein Verstand! – Ich bin mein Ego! – Und ich bin meine Seele und mein Körper!“

Ich finde es toll, dass ich erkennen und gleichzeitig daran zweifeln kann. Das ist ein ungemein nützliches Werkzeug.

Bisher bin ich zu dem Entschluss für mich gekommen, dass an dieser Eingebung eine Menge dran ist. Zuerst dachte ich natürlich sofort an die heftigen Probleme, die, die solch schlaue Sprüche gern aushebeln. „Ja, ja – sagst Du das auch, wenn Du in Todesgefahr bist? Oder besser noch, wenn jemand mit gezogener Pistole vor deinem Kind steht?“
Ehrlich? Ob ich das dann sage, glaub ich nicht. Ich habe dann bestimmt anderes an Gedanken. Aber was sage ich viele Jahre später dazu? Das weiß ich natürlich auch nicht. Dennoch fege ich diese Inspiration nicht einfach weg, denn im Moment bin ich nicht in Todesgefahr und niemand steht mit gezogener Pistole vor meinen Kind.

Ich denke da so drüber: „Ich stelle mir ein alltägliches Problem vor. Zum Beispiel Staubwischen. Das ist eine Tätigkeit. Für viele mit Sicherheit ein Problem – vor allem für Hausstauballergiker. Das Gemeine daran ist, dass sich dieses Problem vielleicht nie richtig lösen lassen wird, denn Staub kommt meist vom Menschen selbst in der Wohnung, in der er lebt -nicht von der Wohnung allein! Wenn man Staub verhindern möchte, braucht man eine abgedichtete Wohnung – die niemals betreten wird …
Also bleibt wohl nur eines: Staub wischen! Ich stelle mir vor, ich hasse diese Tätigkeit, das ist ein echtes Problem! Denn ich muss es von Zeit zu Zeit tun. Ich kann es herauszögern, ich kann jemanden anderen bitten, dies zu tun oder jemanden dafür bezahlen – es bleibt aber immer für mich ein Problem und es wird immer im Geiste rumspuken. Aber es gibt ja Menschen, die haben einen furchtbar hektischen Beruf (auch wieder eine Betrachtungsweise) und finden nichts entspannender, als Abends nach der Hektik in aller Ruhe erst einmal Staub zu wischen! Diese Tätigkeit ist ruhig, man kommt gut runter, sie ist leicht und einfach und und und. Kann ich voll gut nachvollziehen! Was also ist dieses Problem denn nun? Ist es ein Problem oder ist es eine Frage der Betrachtung?

Klar, wir haben richtige Probleme und nicht nur Staub! Wir haben Atomwaffen, die uns zerstören können usw. usf… Aber bei diesen Problemen ist es doch genauso wie mit dem Staub. So wie der Staub nicht einfach als selbständiges Wesen in meine Wohnung einfällt, weil er nämlich davon abhängig ist, dass ich in dieser Wohnung lebe, so hängen auch die anderen Probleme davon ab, dass ich lebe (dass wir leben) Die Betrachtungsweise kann sogar das Problem der Atomwaffen ändern. Erst einmal gibt es nicht wenige, die meinen, Atomwaffen sind gut, denn der Gegner hat auch welche. Ich gehöre nicht dazu. Ich persönlich würde sagen, dass es erstaunlich ist, was wir Mensch alles so erfinden und bauen können – aber lasst uns bitte  nicht alles bauen, was wir bauen könnten und wenn sich zeigt, dass etwas so schreckliches dabei rauskommt, dann lasst uns danach streben, so etwas nicht zu bauen oder wieder abzuschaffen und die Kinder davon zu überzeugen, dass es gut ist, so etwas nicht zu bauen. Dann ändere ich nämlich die Betrachtungsweise, damit die Sache und das Problem.

 

Yoga – Lebensretter

Was ist Yoga?

Yoga ist nichts geringeres als ein Lebensretter. Wenngleich diese Botschaft schon seit Jahrtausenden auf dieser Welt kursiert, ist sie aber noch nicht bei jedem angekommen. Aber warum ist das so?

Das System des Yoga ist nicht religiös und trotzdem setzt es sich intensiv mit dem Theme Selbstfindung und Gottfindung auseinander, wie kaum eine andere Disziplin. Trotzdem schafft es Yoga, das Glaubenssystem eines jeden Menschen nicht in Frage zu stellen, sondern es als Quelle der Inspiration zu nutzen. Es vereint die Glaubenssysteme dieser Welt und ruft zur Einigkeit des Menschen darin auf, dass wie alle Kinder Gottes sind – wie auch immer wir ihn nennen mögen.

Wir sind eins auf dieser Welt!

Allein diese Erkenntnis würde schon Millionen von Menschenleben retten!
Gott ist Allmächtig? Egal wie er nun von der religiösen Gruppe genannt wird? Nun gut, dann braucht Gott niemanden, der in seinem Namen tötet, der ihn verteidigen muss, der ihn erklären muss – vor allem nicht mit Gewalt in großen Gemeinschaften (auch Armeen genannt). Yoga lädt jeden einzelnen Mensch dazu ein, sich Gott auf seine individuelle Weise zu nähern. Mit oder ohne religiöser Gesinnung. Dies hält das Thema Gott für alle Zeit lebendig. Denn Gott spricht zu jedem Menschen, jeder Zeit.

Selbstbetrachtung

Yoga lehrt den Menschen, sich selbst zu erfahren, Achtsam zu sein. Das schont die Umwelt und erzeugt automatisch ohne Moral und Strafe einen Bezug zum Leben, zu dieser Umwelt, zum Mitmenschen und zu anderen Lebewesen. Ein achtsamer Umgang mit sich selbst rettet als erstes dein eigenes Leben, denn mit Ausbeute und Überforderung, Selbstleugnung und Selbstzerstörung ist es dann vorbei. An diese Stelle tritt dann die Liebe – zu Dir selbst und somit auch zu allem Anderen. Jesus sagt schon ganz richtig: „Liebe deinen nächsten, wie dich selbst!“  Das mit der Selbstliebe haben viele noch nicht verstanden. Sie hadern mit sich und denken, sie müssten noch vieles tun. Doch dieses Tun ist oft zu viel. Selbstüberforderung und Überforderung des Nächsten ist das Ergebnis. Und genau das spiegelt zur Zeit unsere Gesellschaft. Seit 1991 hat sich unser Bruttosozialprodukt verdoppelt und die Menschen, die dies bewirkt haben, stehen vor der Altersarmut im Rentenalter.
Das 21. Jahrhundert ist die Zeit, wo Schüler schon unter Burnout leiden. Wir sollen mit 17 mit der Schule fertig sein und das obwohl wir heute über 100 Jahre alt werden und der Lohn die Altersarmut sein wird. Der Grund liegt in der Angst einiger weniger Menschen, die das Geld anhäufen, weil sie Angst haben und an die Gemeinschaft zweifeln. Und die übrigen zweifeln an sich und aktivieren weder sich, noch die Gemeinschaft, um diese Missstände zu beheben.

Gesundheit

Die Möglichkeiten der Anwendung gehen in’s unermessliche. Doch die Gesundheit wird eher schlechter als besser. Gut, wir werden 100 Jahre alt aber wir sind davon 30 Jahre lang krank. Yoga und Ayurveda verschaffen Ganzheit in Bewegung, Wahrnehmung, Maß, Geist und Seele, Ernährung und Umwelt. Das ist die einzige Chance, die wir haben. Die Technologie allein hat dies noch nie geschafft! Nichts wird das „Allein“ schaffen, sondern nur die Ganzheit an sich!

Rette Leben!

Yama & Niyama

Yama

(Der Umgang nach außen)

  • Ahimsa – Gewaltfrei
  • Satya – Wahrhaftig
  • Asteya – Nicht stehlen
  • Brahmacharya = Enthaltsam (göttlicher Lebenswandel)
  • Aparigraha – nicht horten, nicht begehren

Niyama

(Der Umgang nach innen)

  • Shauca – Reinheit
  • Tapas – Läuterung
  • Samtosha – Zufriedenheit
  • Swadhyaya – Selbsterforschung, Studium heiliger Schriften
  • Ishwara Pranidhara – Hingabe an das Höchste

Diese Regeln des Verhaltens sind sehr gute Wegweiser im Umgang mit sich selbst und gegenüber anderen Menschen. Für mich sehr interessant ist, dass diese Regel einfach funktionieren, ohne: „du sollst…“; „du musst…“; „du darfst…“; „du darfst nicht…“.
Zudem die Tatsache, dass die Ursprungswörter aus dem Sanskrit auch anders übersetzt und vor allem interpretiert werden können.

Ich empfehle jedem, sich verschiedene Interpretationen anzusehen und dann das Wort schließlich selbst in sich wirken zu lassen. Meiner Erfahrung nach, kommt es in der Yogaphilosophie nicht darauf an, alles einfach an Wörtern und Begrifflichkeit nachzusprechen und es dabei zu belassen, sondern ein Bedeutung als Symbol aufzufassen – denn Wörter sind Symbole und diesem Symbol nachzusinnen. All zu oft liest man einfach nur mehr oder weniger lapidar, dass z.B. das Wort Ahimsa = nicht gewalttätig bedeutet. Doch es könnte auch: Ohne Gewalt bedeuten, was schon wieder einen ganz anderen Sinn bringt.

Ist das so? Ist das nicht das Gleiche?
Ich meine: „Nein“. Denn Gewalt muss erst einmal definiert werden. In den meisten Texten ist fast ausschließlich von körperlicher Gewalt gegenüber Mensch und Tier die Rede. Doch ein Wort kann oft mehr verletzen, als es heilen kann. Das bedeutet für mich, dass der Verzicht auf Gewalt auch in der Sprach praktiziert werden sollte und im Verhalten, denn Verhalten ist wiederum nichts anders als Sprache. Wenn ich jemanden strafend anstarre, bedarf es meist weder Worte, noch Taten, um Verletzungen herbei zu führen.
Allerdings sollte auch hier wieder der Ansatz für Dogmatismus im Keim erstickt werden, der nun aus diesen „Regeln“ wieder „Gesetze“ zu machen versucht, eine Eigenschaft von Raja und Tama Menschen. (Infos zu den Gunas: Sattva, Raja, Tama in Kürze). Hand auf’s Herz. Völlig Gewaltfrei zu leben ist ungefähr genauso möglich, wie leben ohne zu lügen. Gewalt ist auch eine Form von Sprache und diejenigen, die nun aufschreien, dass das nicht stimmt, führen auch in ihrem Leben Gewalt aus – denn es geht nicht ganz ohne.

Meines Erachtens nach geht es darum, überflüssige, destruktive Gewalt zu „lenken“, was bedeutet, dass sie nicht schädlich, sondern in konstruktive Energien gelenkt werden sollte. Dies braucht allerdings einiges an Übung. Aber damit man nicht vergisst zu üben, ist es eben gut, sich dieser Regel bewusst zu sein und sie sich immer bewusst zu halten!